Hi Gerd,
leider nimmt diese Betrugsform in letzter Zeit scheinbar zu.
Du kannst über die bootfähigen CDs von entsprechenden Security-Programmen wie etwa NIS2011 booten und durch einen Scan diese Einnistung beseitigen.
Eine weitere Möglichkeit hier im Folgenden:
Lade die iso-Image-Datei der Computerbild-Rettungs CD (=CB Notfalldisk) vom Computerbildserver.
Sie liegt in der kostenfreien Linux-Version Nr. 2.1 vor. Die Version 3 enthält die gleiche Funktionalität und dieselben Programme, ist jedoch kostenpflichtig.
Gib Computerbild-Rettungs-CD in google ein und Du findest den Link.
Das heruntergeladene ISO-File brennst Du mit einem Brennprogramm, wie etwa ImageBurner, auf einen CD bzw. DVD-Rohling. Dieser ist bootfähig.
Diese CD legst Du in das Laufwerk des Laptops ein und schaltest es ein. Beim Systemstart rufst Du das Multibootmenü auf, um anzugeben, dass das System auf der CD geladen/gestartet werden soll und nicht Dein Betriebssystem von der Festplatte, das ja offensichtlich "verseucht" ist.
Häufig drückst Du während des Posts eine der "F"-Tasten, etw F-8, F-11 oder F-12. Allerdings kann das bei jedem Gerät eine ander Taste sein. Die Taste wird dir i.d.R. Auch nach dem Einschalten eingeblendet; etwa "press F-12 to enter boot menu" oder ähnliches. Notfalls schau im Handbuch zu Deinem Laptop nach.
Wichtig ist auch, dass Du das Laptop per Datenkabel bzw. Ethernetkabel direkt an den Router anschließt. Dann kann sich der Virenscanner später automatisch updaten - sehr wichtig und ratsam.
Wenn das Multiboot-Menü oder Bootmenü erscheint, wähle Dein CD/DVD-Laufwerk für den Systemstart aus. Übe etwas Geduld, weil das Laden der Daten von CD in den Arbeitsspeicher langsamer ist als von der Festplatte.
Nach einigen eingeblendeten Boot-Infos des Linux-Systems auf der CD (zu denen auch Pinguine gehören) wird der Startbildschirm der Notfall-CD eingeblendet. Wähle die erste Zeile "System automatisch starten" oder ähnlich.
Nun dauert es wieder einige Minuten, während der das System geladen und gestartet wird. Manchmal entstehen Anzeigeprobleme des Displaytreibers, aber meistens kannst Du auch hier die automatischen Voreinstellungen belassen. Wenn diese nicht funktionieren, starte nocheinmal und wähle die VGA-Startoption oder wähle aus der Auswahl manuell eine passende Anzeigegröße. Klingt jetzt vielleicht etwas kompliziert, ist es aber in Wirklichkeit nicht :-)
Wenn das System gestartet ist, erkennst Du einen Desktop, auf dem Du zahlreiche Werkzeuge zur Systemwiederherstellung und -Rettung siehst.
Du benötigst nur den Viren- und Malware-Scanner. Während auf der Vorgängerversion des Computerbild-Live-Systems die Linux-Version von Kaspersky 2011 zu finden war, befindet sich auf der aktuellen Version die Freeware- und Linux-Variante von "CalmAV".
Du startest das Programm über das Icon unten links auf dem Desktop (Doppelklick auf das Zahnradsymbol mit Beschriftung "CalmAV") oder über die Programmauswahl unten Links in der Startmenüleiste.
Wenn CalmAV startet führe den Scan aus. Je nach Festplattengröße, Datenvolumen auf Deiner Festplatte sowie der Geschwindigkeit des Laptops, die u.a. auch von der vorhandenen RAM-Größe abhängt, dauert der Scan etwa von über einer Stunde bis mehrere Stunden - also ist Geduld gefragt.
Vor Beginn des Scans lädt CalmAV die vorhandenen Updates, sofern Du vor Rechnerstart die Kabelverbindung zum Router hergestellt hast, die in das Programm integriert werden. Die Einstellungsoptionen von CalmAV kannst Du auf den Standardeinstellungen belassen, allerdings wähle ich immer die Option, gefundene Malware sofort zu löschen und nicht in ein Karantäne-File zu packen.
Wenn der Scan dann irgendwann abgeschlossen ist, erkennst Du das an dem entsprechenden Bericht im Programmfenster des Scanners. Diesen kannst Du dann Beenden. Unten rechts im Statusbalken befindet sich ein Icon mit einem Türsymbol. Wenn Du hierauf klickst, wird der PC nach einer kurzen Bestätigungsabfrage herunter gefahren.
Dein Windows kannst Du dann wie gewohnt starten. Suche über die Microsoft-Update-Funktion nach allen noch fehlenden Updates und installiere diese. Installiere einen guten Virenscanner und Firewallprogramme, die Du updaten kannst und nochmals zur Systemuntersuchung einsetzen kannst.
Alles weitere wären Antworten auf weitere Fragen und würden den Rahmen hier leider "sprengen".
Viel Erfolg.